Von Ende Mai bis Anfang Juni ging es bei den Leichtathleten noch einmal hoch her. Unsere Nachwuchssportler überzeugten ein ums andere Mal und unterboten reihenweise Normen für die Nationalen und Internationalen Meisterschaften.

Leni Wildgrube setzte sich  am Pfingstwochenende in Holzminden beim Heinz Roloff-Stabhochsprung-Meeting mit 3,90m gegen die starke nationale Konkurrenz durch und überbot erneut die U18 WM Norm im Stabhochsprung für Nairobi in Kenia. Bereits zwei Wochen zuvor konnte sie mit 3,85m beim Abendsportfest in Potsdam die Norm überspringen. Einen kleinen Film findet ihr unter diesem link: https://www.youtube.com/watch?v=RzXTu4b1cn8 Gespannt warten wir nun den letzten Nominierungswettkampf am 24.06. in Schweinfurt ab, danach werden die zwei Sportler benannt, die Deutschland im Stabhochsprung vertreten werden. Wir drücken Leni fest die Daumen. Aber nicht nur Leni sondern auch ihr kleiner Bruder Wigurd scheint ein ganz besonderes Talent für den Stabhochsprung zu haben. Ihr Bruder sprang am Donnerstag bei einem Wettkampf in Potsdam 2,63m. Das bedeutet für ihn brandenburgischen Landesrekord bei den 12 jährigen Jungen. Die alte Bestmarke war bis dato im gemeinsamen Besitz von Marcus Röhner und Carlo Paech, die beide später dem Bundeskader angehörten, Carlo startete sogar erfolgreich bei Hallen-Weltmeisterschaften. Wigurd besucht seit einem halben Jahr das in Potsdam wöchentlich angebotene Stützpunkttraining und erlernt dort das Stabhochsprung-ABC unter der Leitung von Ansgar, Ariane und Kathi. Erstmals ausprobieren konnte sich Wigurd mit dem Stab im Rahmen einer landesweit angebotenen Aktion „Stabhochsprung – Entdecke dein Talent“, welche auch in diesem Jahr  wieder für Interessierte Kinder mit Hilfe unserer Stabies angeboten wird. <<Information >>

Auch Felix Krüsemann konnte die internationalen Normen über 100m, 200m, 400m und 800m für die in der Schweiz ausgetragenen Junioren Weltmeisterschaften der Menschen mit Behinderung unterbieten. Hier messen sich vom 3. bis 6. August 350 Athletinnen und Athleten aus knapp 40 Nationen in der Sport Arena Nottwil. Denkbar knapp scheiterte er am Pfingstwochenende in Zeven an der WM Norm für die Erwachsenen welche im Juli in London ausgetragen werden. Über 800m fehlte ihm die Winzigkeit von 1/100 Sekunde. Für Nottwil drücken wir fleißig die Daumen und hoffen, dass es kein allzu großer Rückschlag ist nicht nach London zu fahren. Kopf hoch und weiter geht´s…

Ende Mai gelang es Leandra Lorenz (siehe Foto) in Jena die für die im Juli in Grosseto in Italien ausgetragenen U20 EM Norm über 3000m Hindernis zu unterbieten. Sie zeigte in ihrem ersten Rennen über diese Distanz ihr ganzes Können und hofft nun am Wochenende beim entscheidenden Qualifikationswettkampf in Regensburg auf eine Nominierung. Auch hierfür drücken wir die Daumen.

Über eine DM Norm freuten sich Paul Walker (MJ U18) und Julius Albrecht (MJ U20) über 400m. Die nationalen Titelkämpfe der Jugend werden vom 4. bis 6. August in Ulm ausgetragen. Julius lief sich in dieser Distanz auf den 5. Platz der aktuellen Deutschen Bestenliste vor. Auch hier wäre in Grosseto ein Start bei der EM mit der 4x400m Staffel des Deutschen Leichtathletik Verbands drin.  Ebenfalls qualifiziert für die DM in Ulm ist Leandra. Sie konnte in 4:34 min über 1500m eine tolle neue Bestleistung aufstellen. Alle drei erzielten diese Leistungen beim Pfingstsportfest in Zeven wo wir mit über 20 Sportlerinnen und Sportler an zwei Tagen vertreten waren. Gemeinsam mit Paul konnte Julius auch mit der 4x400m Staffel die DM Norm unterbiten. Komplettiert wurde das Quartett von Yassin Zaroui und Jannik Joly. Ausgetragen werden diese Meisterschaften im Rahmen der nationalen Titelkämpfe der Männer und Frauen in Erfurt vom 8. bis 9. Juli. Eine weitere DM Norm erfüllte Nele Schütte bei einem Blockmehrkampf Ende Mai in Berlin Rudow. Sie qualifizierte sich souveräne für die am ersten Juli Wochenende ausgetragene DM in Lage. Hannah Stegenwallner konnte im Block Lauf ebenfalls die Punktenorm überbieten. Leider steht für sie noch einen zweite Norm an. Sie versucht am Wochenende in Stuhr bei Bremen über 2000m unter 7:10 min zu bleiben.

Mal sehen was die kommenden Wettkämpfe noch so für Überraschungen parat halten werden. Wir sind gespannt.